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Italien begeistert mit türkisblauen Küsten, beeindruckenden Berglandschaften, historischen Altstädten und der italienischen Küche. Kein Wunder, dass Italien mit dem Wohnmobil und Hund zu den beliebtesten Reisezielen Europas zählt. Doch wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, sollte einige Besonderheiten kennen, damit die Reise entspannt verläuft.

Wir haben Italien mit dem Wohnmobil und Hund vier Monate lang bereist und dabei hundefreundliche Wohnmobil Stellplätze und Campingplätze entdeckt. In diesem Ratgeber geben wir dir einen ehrlichen Einblick in unsere Reise.

1. Italien mit dem Wohnmobil und Hund – Anreisetipps!

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Die Anreise nach Italien mit dem Wohnmobil ist je nach Ausgangspunkt über den Brennerpass oder durch die Schweiz über den Gotthard Tunnel möglich. Wir selbst sind über den Brenner gefahren und würden diese Route jederzeit wieder wählen.

Eine echte Erleichterung war dabei unsere Maut1 Mautbox. An vielen Mautstationen konnten wir die speziell gekennzeichneten Spuren nutzen und ohne Anhalten weiterfahren. Gerade mit einem großen Wohnmobil spart das Zeit und macht die Anreise deutlich entspannter.

Wer in den Wintermonaten unterwegs ist, sollte sich außerdem über die geltenden Vorschriften informieren. Schneeketten müssen mitgeführt werden, auch wenn die Straßen frei sind. Ver- und entsorgen kann man auf dem Weg auch an Autobahntankstellen, allerdings waren uns die meisten Anlaufstellen nicht sauber genug.

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Ein Canis Road Tipp!

Italien mit dem Wohnmobil -Traumrouten planen

Plane auf der Anreise einen Stopp am Wohnmobil Stellplatz Sterzing direkt am Autohof ein. Der Stellplatz liegt ideal am Brenner und eignet sich perfekt für die erste oder letzte Übernachtung vor der Alpenüberquerung. Im Restaurant des Autohofs haben wir für gerade einmal 8 Euro eine richtig gute Pizza gegessen. Außerdem bekommst du dort den in Südtirol berühmten Sterzinger Joghurt, den wir unterwegs immer wieder gerne gekauft haben.

2. Wie hundefreundlich ist Italien wirklich?

Italien mit dem Wohnmobil und Hund

Wer Italien mit dem Wohnmobil und Hund bereist, darf sich auf viele unvergessliche Momente freuen. Unsere Route führte uns vom Brenner durch Südtirol über den Gardasee und entlang der Adriaküste bis in den Raum Rom. Von dort wechselten wir auf die Westseite Italiens und reisten durch die Toskana wieder Richtung Norden. Unsere Erfahrungen beziehen sich auf genau diese Route durch etwa die Hälfte Italiens, die wir mehrere Monate lang intensiv bereist haben.

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Waren die Italiener unseren Hunden gegenüber freundlich?

Das können wir absolut bejahen, und das ist auch eine der Eigenschaften, die uns persönlich in Erinnerung bleiben. Auf unserer Tour durch Italien mit dem Wohnmobil haben wir so viel Hundeliebe erfahren, wie bisher in keinem anderen Land in Europa. Besonders berührt hat uns der Umgang mit unserem Aron, der aufgrund seines Handicaps auf einen Rollwagen angewiesen ist. Fast täglich bekamen wir auf unseren Spaziergängen einen Daumen nach oben, ein Lächeln oder aufmunternde Worte.

Manche Menschen umarmten uns, andere gaben Aron liebevoll einen Kuss auf den Kopf. Diese offenen und ehrlichen Emotionen haben uns tief bewegt. Kaum jemand fragte nach seiner Geschichte. Stattdessen überwog echte Wertschätzung dafür, dass Aron mit seinem Rollwagen weiterhin die Welt entdeckt. Auch andere Hundehalter begegneten uns sehr offen, sodass Aron unterwegs viele entspannte Begegnungen mit Artgenossen erleben konnte.

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Dürfen Hunde in Italien mit in Restaurants?

Aron und Nora waren in vielen Restaurants und Cafés selbstverständlich willkommen. Selbst in einigen Supermärkten Hunde mit hinein, was wir aus anderen Ländern so kaum kennen. Auch in vielen Parks waren Hunde gern gesehen und an zahlreichen Stränden gibt es eigene Hundebereiche. Auch in allen Einkaufszentren durften Hunde mit, sogar in viele Läden. Wir dachten, wir träumen. Besonders positiv überrascht hat uns außerdem, dass wir außerhalb der Hauptsaison an vielen Stränden ganz selbstverständlich mit unseren Hunden spazieren gehen konnten.

Hat dein Hund auch ein Handicap?

Seitdem Aron in seinem Dogbus unterwegs ist, achten wir automatisch darauf, wie handicapfreundlich die Umgebung ist. Das schließt automatisch auch Menschen ein, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind. Dabei ist uns aufgefallen, dass in Italien im Küstenbereich teils zu wenig darauf eingegangen wird. Wir sind im Laufe der Zeit ziemlich kreativ geworden und Aron kann mit Unterstützung auch mal einen kurzen Treppenabschnitt im Rollwagen meistern.

Doch gerade im Dogbus sind sehr steile und schmale Stellen schwierig bis unmöglich zu bewerkstelligen. Auch die Bordsteinkanten in Italien sind ziemlich hoch, sodass wir immer wieder mal vor Herausforderungen standen. Aus unserer persönlichen Erfahrung hat Italien insgesamt noch Nachholbedarf. Wir haben allerdings auch moderne Promenaden auf unserer Wohnmobil Tour gefunden, sowie schöne Waldgebiete.

Canis Road Fazit: Auf unserer Route durch etwa die Hälfte Italiens haben wir das Land als eines der hundefreundlichsten Reiseziele Europas kennengelernt. Natürlich gibt es auch Ausnahmen, doch gerade deshalb berichten wir ehrlich über unsere Erfahrungen. Wir empfehlen nur Orte und Plätze, von denen wir selbst überzeugt sind.

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3. Wie sind Stellplätze und Campingplätze in Italien?

Die Auswahl an Wohnmobil Stellplätzen und Campingplätzen in Italien ist riesig, und genau das macht eine Reise so abwechslungsreich. Während unserer Route vom Gardasee über die Adriaküste bis in die Toskana haben wir ganz unterschiedliche Plätze kennengelernt. Vom einfachen Stellplatz bis zum liebevoll angelegten Campingplatz war alles dabei.

Gerade in der Nebensaison ist Italien für Wohnmobilreisende besonders attraktiv. Viele Stellplätze und Campingplätze bleiben geöffnet und sind angenehm ruhig. Gleichzeitig solltest du bedenken, dass in vielen Urlaubsorten außerhalb der Hauptsaison auch zahlreiche Restaurants, Strandbars und Geschäfte geschlossen haben. Wer Ruhe sucht, wird die entspannte Atmosphäre lieben, wer ein lebhaftes Nachtleben erwartet, sollte seine Reise eher in die Hauptsaison legen.

Besonders positiv überrascht haben uns viele kleinere Stell- und Campigplätze im Landesinneren. Häufig wurde dort mit viel Engagement investiert. Teilweise entstanden gemeinsam mit Klöstern, Kirchengemeinden oder Gemeinden kleine, gepflegte Wohnmobil Stellplätze mit viel Charme und einer ganz eigenen Atmosphäre. Gerade diese Orte sind uns oft länger in Erinnerung geblieben als große Ferienanlagen.

Italien mit dem Wohnmobil – ein Wermutstropfen für Hundebesitzer

Weniger begeistert waren wir dagegen von einigen Campingplätzen, insbesondere in der Toskana. Dort wurden teilweise bis zu 5 Euro pro Hund und Nacht berechnet, obwohl weder Hundewiesen noch Hundeduschen oder andere Angebote für Vierbeiner vorhanden waren. Für uns bedeutet Hundefreundlichkeit mehr als die bloße Erlaubnis, den Hund mitzubringen. Auf Nachfrage hieß es: Das ist überall in der Toskana normal.

Deshalb haben wir für unsere Community eine Lösung geschaffen. Mit der Canis Road Family Card entfällt auf drei ausgewählten Campingplätzen in der Toskana die Hundegebühr vollständig. Damit möchten wir gezielt unseren Kunden einen Mehrwert bieten.

Canis Road Fazit: Ob Wohnmobilstellplatz am Gardasee, Campingplatz in der Toskana oder kleiner Stellplatz im Landesinneren, Italiens Campinglandschaft ist unglaublich vielfältig. Wer offen für unterschiedliche Platzkonzepte ist und sich vorab informiert, wird viele besondere Orte entdecken, die eine Reise mit dem Wohnmobil und Hund unvergesslich machen.

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4. Italien mit dem Wohnmobil – Kulinarik und Lebensqualität

Italien mit dem Gaumen erkunden

Eine Reise nach Italien mit dem Wohnmobil bedeutet für uns nicht nur beeindruckende Landschaften, sondern vor allem auch gutes Essen. Die italienische Küche lebt von hochwertigen Zutaten, regionalen Spezialitäten und der Leidenschaft, gemeinsam zu genießen. Genau das macht den besonderen Charme des Landes aus.

Natürlich gehören Pizza und Pasta in Italien zum Alltag. Dabei solltest du offen für neue Kombinationen sein. Neben der klassischen Margherita findest du häufig außergewöhnliche Varianten, beispielsweise mit Birne, Walnüssen und Gorgonzola oder regionalen Spezialitäten. Im Landesinneren werden außerdem in vielen kleinen Bäckereien und Pizzerien einzelne Pizzastücke angeboten, die sich perfekt für eine kurze Pause eignen.

Pasta, soweit das Auge reicht.

Auch Pasta gibt es in unzähligen Varianten. Besonders begeistert haben uns die frischen Nudeln aus den Kühlregalen sowie die große Auswahl an fertigen Pestos. Sie sind oft überraschend günstig, schmecken hervorragend und eignen sich perfekt für eine schnelle Mahlzeit im Wohnmobil.

Ein fester Bestandteil der italienischen Küche ist außerdem Mozzarella. Je nach Region findest du viele verschiedene Sorten und Qualitäten, die sich geschmacklich deutlich unterscheiden. Ebenso gehört Scamorza, ein italienischer Brühkäse, für uns zu den kulinarischen Highlights. Ihn gibt es geräuchert und natur. Die naturbelassene Variante sollte allerdings möglichst frisch verzehrt werden, da sie deutlich empfindlicher ist.

Auch Liebhaber von Fisch kommen in Italien voll auf ihre Kosten. Besonders an der Küste gibt es eine große Auswahl an frischem Fisch und Meeresfrüchten. Sehr überzeugt haben uns außerdem die eingelegten Sardellen. Sie sind zwar etwas teurer, bestehen dafür aber häufig aus ganzen Filets und überzeugen durch ihre hohe Qualität.

Beim Einkauf lohnt sich immer ein Blick auf die regionalen Produkte. Hochwertiges Olivenöl gehört selbstverständlich dazu und schmeckt je nach Region mal würzig, mal angenehm mild. Ebenso findest du auf Märkten und in kleinen Hofläden frisches Obst, Gemüse und viele Spezialitäten direkt von lokalen Erzeugern. Besonders häufig begegneten uns verschiedene Blumenkohl-Sorten, die runde Aubergine Melanzane sowie liebevoll zubereitete Antipasti, unter anderem Paprika mit knusprigen Brotkrümeln.

Beim Restaurantbesuch solltest du außerdem auf den Begriff Coperto achten. Dabei handelt es sich um eine Servicepauschale für das Gedeck, die unabhängig davon berechnet wird, ob das bereitgestellte Brot gegessen wird oder nicht. Auf unserer Route, insbesondere im Raum Rom, lag diese Gebühr meist zwischen 3 und 5 Euro pro Person. Teilweise wurde sie auf Nachfrage erlassen, häufig gehört sie jedoch ganz selbstverständlich zur Restaurantrechnung.

Unser Tipp: Orientiere dich möglichst an den Restaurants, in denen auch die Einheimischen essen. Dort haben wir fast immer die besten kulinarischen Erfahrungen gemacht. Alle besuchten Restaurants haben wir in den Reiseberichten des Canis Road Guide festgehalten.

Canis Road Fazit: Italien ist für Genießer ein Paradies. Ob frischer Mozzarella, hochwertiges Olivenöl, regionale Antipasti, hausgemachte Pasta oder knusprige Pizza – jede Region besitzt ihre eigenen Spezialitäten. Genau diese Vielfalt macht die Reise nach Italien mit dem Wohnmobil zu einem besonderen Erlebnis.

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5. Kultur und Sehenswürdigkeiten: Geschichte zum Anfassen

Schon als Kinder hat uns die Geschichte des Römischen Reiches fasziniert. Tempel, Gladiatoren, Kaiser und die beeindruckenden Bauwerke haben unsere Fantasie geprägt. Umso besonderer war es für uns, diesen Traum viele Jahre später mit dem Wohnmobil Wirklichkeit werden zu lassen.

Was uns in Italien mit dem Wohnmobil besonders begeistert hat: Geschichte begegnet einem nicht nur in den bekannten Metropolen. Ob in Sirmione am Gardasee, an der Adriaküste oder in kleinen Orten im Landesinneren – immer wieder stößt man auf römische Ausgrabungen, alte Stadtmauern, Burgen, Kirchen oder historische Plätze. Oft genügt ein Spaziergang durch eine kleine Altstadt und man fühlt sich mehrere Jahrhunderte in die Vergangenheit zurückversetzt.

Der Höhepunkt jeder Kulturreise ist natürlich Rom. Die italienische Hauptstadt gleicht einem riesigen Freilichtmuseum, in dem sich Geschichte auf Schritt und Tritt erleben lässt. Das Kolosseum, das Forum Romanum, das Pantheon oder die Engelsburg sind nur einige der Orte, an denen die Vergangenheit lebendig wird.

6. Kosten – Italien mit dem Wohnmobil: Wo du sparst und wo es etwas teurer wird

Die Kosten für eine Reise mit dem Wohnmobil in Italien hängen stark von der Region und der Reisezeit ab. Während unserer Route ist uns aufgefallen, dass sich die Preise teilweise deutlich unterscheiden.

Gerade in beliebten Urlaubsregionen wie der Toskana oder rund um den Gardasee gehören sowohl Wohnmobil Stellplätze als auch Campingplätze häufig zu den teuersten in Italien. Hier sind 30 bis 40 Euro pro Nacht keine Seltenheit. Außerhalb der touristischen Hotspots und besonders zwischen dem Gardasee und dem Raum Rom haben wir jedoch immer wieder schöne Stellplätze gefunden, die deutlich günstiger waren. Die Spritpreise sind nahezu wie in Deutschland. Hier lohnt sich auch die App 123 tanken, die wir seit Jahren benutzen.

Tourismus – ein Wirtschaftsfaktor

Natürlich darf man dabei nicht vergessen, dass viele Regionen Italiens stark vom Tourismus leben. Dafür bekommt man häufig großzügige Stellplätze in traumhafter Lage und eine Umgebung, die den Preis in vielen Fällen wieder relativiert. Überrascht hat uns dagegen das Preis-Leistungs-Verhältnis beim Essen. Ein Restaurantbesuch ist unserer Erfahrung nach oft günstiger als in Deutschland und überzeugt gleichzeitig durch eine hervorragende Qualität. Pizza und Pasta gehören zum Alltag und werden vielerorts zu fairen Preisen angeboten. Auch beim Einkauf findet man hochwertige Lebensmittel wie Mozzarella, frische Pasta oder regionales Olivenöl in verschiedenen Preisklassen, sodass für jedes Budget etwas dabei ist.

Ein besonderes Highlight ist für uns das italienische Eis. Zwar kostet eine Kugel inzwischen ähnlich viel wie in Deutschland und liegt häufig bei rund 2 EUR, geschmacklich spielt italienisches Gelato für uns jedoch in einer ganz anderen Liga. Cremigkeit, Konsistenz und die Auswahl der Sorten haben uns immer wieder begeistert.

Unser Geheimtipp

Sollte unterwegs einmal eine Reparatur am Wohnmobil notwendig werden, haben wir ebenfalls gute Erfahrungen gemacht. Unsere elektrische Trittstufe wurde bei OK Camper repariert. Sowohl die Arbeitszeit als auch die Ersatzteile waren spürbar günstiger als vergleichbare Werkstattkosten in Deutschland. Auch das gehört für uns zu den positiven Erfahrungen einer Reise durch Italien. Wir hatten das Gefühl, sie waren auch stolz darauf, uns helfen zu können, und in einer Geschwindigkeit und Präzision, die unsere Hochachtung verdiente.

Canis Road Fazit: Italien ist bei Stell und Campingplätzen in beliebten Urlaubsregionen häufig etwas teurer als Deutschland. Gleichzeitig relativieren die hohe Qualität der Lebensmittel, faire Restaurantpreise und oft günstigere Werkstattkosten viele dieser Ausgaben wieder. Für uns stimmt das Preis Leistungsverhältnis insgesamt.

7. GPL in Italien: Das solltest du wissen

Wer Italien mit dem Wohnmobil und Hund bereist und einen fest verbauten Gastank nutzt, sollte sich vorab mit dem Thema GPL beschäftigen. Autogas ist in Italien zwar weit verbreitet, dennoch verlief das Tanken auf unserer Route nicht immer problemlos.

Betanken wurde teilweise verweigert

Mehrfach wurde uns das Betanken unseres Wohnmobils verweigert. Unser fest verbauter Gastank wurde dabei häufig mit dem Befüllen einer herkömmlichen Gasflasche gleichgesetzt. Dabei verfügt unser Wohnmobil über einen dafür vorgesehenen Außenanschluss, der speziell zum Betanken an GPL Tankstellen vorgesehen ist. Diese unterschiedliche Auslegung war für uns nicht immer nachvollziehbar und verursachte ziemlich unnötig Stress, weil wir ja in der Nebensaison reisten und es nachts auch mal kälter wurde.

Timing ist alles

Wir haben meist GPL tanken können, als die Tankwarte in der Mittagspause waren, gegen 12:00 Uhr und 13:00 Uhr, dann waren die Stationen nicht besetzt oder an vollautomatischen Tankstellen ging es auch.

Allerdings haben wir auch eine positive Erfahrung gemacht. Auf vielen Stellplätzen und bei Campinghändlern besteht die Möglichkeit, italienische Gasflaschen zu nutzen. Dafür benötigst du eine italienische Gasflasche sowie den passenden Adapter. Den Adapter haben wir beispielsweise bei OK Camper gekauft, wo uns gleichzeitig auch eine italienische Gasflasche zur Verfügung gestellt wurde.

Das Tauschen der Flaschen funktioniert in Italien allerdings etwas anders als in Deutschland, Spanien oder Portugal. Während man dort Gasflaschen häufig direkt an Tankstellen tauschen kann, erfolgt der Austausch in Italien meist über Campinghändler oder regionale Gaslieferanten. Diese fahren viele Campingplätze regelmäßig an und tauschen die leeren Flaschen direkt vor Ort gegen volle aus.

Canis Road Tipp: Wenn du mehrere Wochen in Italien unterwegs bist, kann sich eine italienische Gasflasche inklusive passendem Adapter durchaus lohnen. So bist du unabhängig von einzelnen GPL Tankstellen und kannst deine Gasversorgung auf vielen Campingplätzen oder über regionale Gaslieferanten sicherstellen.

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8. Straßenverkehr in Italien: Ehrlich gesagt war das unsere größte Herausforderung

Nach vier Monaten mit dem Wohnmobil und Hund durch Italien können wir sagen: Die Straßenverhältnisse waren auf unserer Route die größte Enttäuschung. Vom Brenner über die Adriaküste bis in den Raum Rom und später durch die Toskana begegneten uns immer wieder tiefe Risse, starke Bodenwellen, Verformungen und Schlaglöcher. Selbst viele mautpflichtige Autobahnen entsprachen aus unserer Sicht nicht dem Standard, den wir aus Spanien, Portugal oder Frankreich kennen. Gerade mit einem schweren Wohnmobil merkt man jede Unebenheit deutlich. Fahrwerk, Reifen und der gesamte Aufbau werden erheblich stärker belastet. Klar gibt es auch Passagen mit sehr guten Autobahnen aber das Gefühl von unruhigen Fahren überwog.

Der Fahrstil verlangt volle Aufmerksamkeit

Mindestens genauso fordernd war für uns der Verkehr. Besonders rund um Rom und in anderen größeren Städten wird sehr schnell und teilweise ausgesprochen rücksichtslos gefahren. Roller schlängeln sich aus allen Richtungen durch den Verkehr und viele Autofahrer nutzen jede noch so kleine Lücke. Wer mit einem großen Wohnmobil unterwegs ist, sollte jederzeit aufmerksam und vorausschauend fahren. Die Italiener machen zum Teil was sie wollen und Geduld ist nicht eine der Eigenschaften was das Fahrverhalten betrifft.

Küstenplätze: Achtung bei Bahnunterführungen

Ein Punkt, den viele Wohnmobilfahrer unterschätzen, sind die Bahnunterführungen entlang der italienischen Küste. Die Bahnstrecke verläuft dort häufig direkt parallel zum Meer und viele Stell und Campingplätze sind nur über Unterführungen erreichbar. Das Problem: Nicht jede Unterführung ist hoch genug für ein Wohnmobil.

Gerade wenn man zum ersten Mal in der Region unterwegs ist, können die Höhenbegrenzungen leicht übersehen werden. Die Schilder sind teilweise klein, stehen erst kurz vor der Unterführung und in der Anfahrt konzentriert man sich oft bereits auf den Stellplatz oder den dichten Verkehr.

Unser Tipp: Nutze eine Wohnmobil Navigation wie Sygic Truck & Caravan, kontrolliere die Route zusätzlich mit Google Maps und achte konsequent auf jede Höhenangabe. Wenn du dir unsicher bist, bleibe lieber stehen und prüfe die Situation in Ruhe. In unseren Canis Road Reiseberichten haben wir deshalb alle kritischen Unterführungen dokumentiert und die passende Zufahrt inklusive GPS Koordinaten beschrieben.

Kreisverkehre und Zebrastreifen

Auch an die Kreisverkehre mussten wir uns erst gewöhnen. Häufig gibt es eine innere und eine äußere Fahrspur. Wer sich dauerhaft außen einordnet, wird oft automatisch an einer Ausfahrt aus dem Kreisverkehr geführt und verpasst sein eigentliches Ziel. Deshalb solltest du dich rechtzeitig richtig einordnen.

Auch an Zebrastreifen gilt besondere Vorsicht. Nach unseren Erfahrungen halten viele Fahrzeuge nicht automatisch an. Wir haben deshalb grundsätzlich erst dann die Straße überquert, wenn ausreichend Abstand zu den Fahrzeugen vorhanden war.

Canis Road Fazit: Die Straßen und der Verkehr haben uns während unserer vier Monate in Italien einiges abverlangt. Als wir wieder nach Deutschland einreisten, war der Unterschied sofort spürbar. Die Straßen fühlten sich deutlich ruhiger und komfortabler an und wir waren ehrlich gesagt froh, unserem Wohnmobil und den Reifen wieder etwas Erholung zu gönnen.

Fazit: Würden wir Italien mit dem Wohnmobil und Hund wieder bereisen?

Nach vier Monaten unterwegs können wir diese Frage ganz klar mit Ja beantworten.

Italien ist ein Land der Kontraste. Einerseits standen für uns teilweise schlechte Straßen, ein sehr anspruchsvoller Verkehr und Regionen, in denen man den wirtschaftlichen Wandel deutlich spürt. Gerade außerhalb der großen Touristenorte haben wir immer wieder leer stehende Häuser und Orte gesehen, in denen der Tourismus offensichtlich der wichtigste Wirtschaftszweig ist. Man merkt, dass viele junge Menschen die ländlichen Regionen verlassen, um in den Städten bessere Perspektiven zu finden.

Auf der anderen Seite haben wir ein Land kennengelernt, das uns mit seiner Herzlichkeit, seiner Lebensfreude und seiner Gastfreundschaft tief beeindruckt hat.

Während unserer gesamten Reise hatten wir keine negativen Begegnungen mit den Menschen. Im Gegenteil. Die Italiener begegneten uns fast immer freundlich, offen und hilfsbereit. Viele winkten uns zu, wenn sie Aron im Rollwagen sahen. Manche hielten an, um mit uns zu sprechen, andere streichelten ihn oder schenkten ihm einfach ein Lächeln. Besonders bewegend war für uns, wie selbstverständlich Aron überall dazugehört hat.

Je länger wir an einem Ort blieben, desto mehr hatten wir das Gefühl, nicht mehr nur Besucher zu sein. Die Menschen sahen, wie wir ihre Heimat mit Respekt behandelten, fotografierten, filmten und ihre Region festhielten. Dieses Interesse wurde häufig mit Offenheit und Stolz erwidert.

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